Der Stichtag zur erstmaligen Meldung an das Register der wirtschaftlichen Eigentümer nähert sich mit großen Schritten

Wien, am 09.05.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie zuletzt unserem Newsletter vom 15.03.2018 zu entnehmen war, ist das Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) mit 15.01.2018 in Kraft getreten.

Da sich der Stichtag, mit welchem die erstmaligen Meldungen an das Register abzugeben sind – nämlich der 01. Juni 2018 – mit großen Schritten nähert, dürfen wir Sie noch einmal über die Eckpunkte informieren.

Zur Meldung an das Register verpflichtet sind die folgenden Rechtsträger:

  • offene Gesellschaften, Kommanditgesellschaften
  • Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung
  • Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
  • Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, kleine Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit
  • Sparkassen
  • Europäische wirtschaftliche Interessensvereinigungen, Europäische Gesellschaften (SE), Europäische Genossenschaften (SCE)
  • Vereine gemäß § 1 VerG
  • Privatstiftungen gemäß § 1 PSG
  • Stiftungen und Fonds gemäß § 1 BStFG 2015, aufgrund eines Landesgesetzes eingerichtete Stiftungen und Fonds, sofern die Anwendung dieses Bundesgesetzes landesgesetzlich vorgesehen ist
  • Trusts und trustähnliche Vereinbarungen, wenn sie vom Inland aus verwaltet werden
  • sonstige Rechtsträger, deren Eintragung im Firmenbuch gemäß § 2 Z 13 FBG vorgesehen ist

Nicht meldepflichtig sind protokollierte Einzelunternehmen, Wohnungseigentümergemeinschaften und Agrargemeinschaften. Weitere Befreiungen gelten z. B. für OG und KG, deren persönlich haftende Gesellschafter natürliche Personen sind, GmbH mit ausschließlich natürlichen Personen als Gesellschafter und Vereine gemäß Vereinsgesetz.

Wir möchten darauf hinweisen, dass von der örtlich zuständigen Abgabenbehörde automatisationsunterstützt eine Zwangsstrafe gemäß § 111 BAO unter Setzung einer Nachfrist angedroht werden kann, wenn eine Meldung nicht erstattet wird. Wird die Meldung innerhalb der gesetzten Nachfrist erstattet, dann wird die Zwangsstrafe nicht verhängt.

Vorsätzliche Verletzungen der Meldepflichten, beispielsweise durch die Nichtabgabe oder Abgabe einer falschen Meldung werden als Finanzvergehen mit einem Strafrahmen von bis zu 200.000 Euro bei einer vorsätzlichen Begehung geahndet. Eine grobfahrlässige Verletzung der Meldepflichten wird mit bis zu 100.000 Euro sanktioniert.

Sie wollen Ihre Zeit und Nerven schonen?
Sehr gerne übernehmen wir für Sie die Durchführung der Meldung an das Register!
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme unter office@halpern-prinz.at.

Mit freundlichen Grüßen

Halpern & Prinz
Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsges.m.b.H.

Wir beraten Sie gerne! Tel. +43-1-317 66 91 | E-Mail: office(at)halpern-prinz.at

Wir sind bemüht, die hier angebotenen Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zu erstellen und diese vollständig und richtig darzustellen und aktuell zu halten. Dennoch können wir keinerlei Haftung für Schäden übernehmen, die sich aus der Nutzung der angebotenen Informationen ergeben können – auch wenn diese auf die Nutzung von allenfalls unvollständigen bzw. fehlerhaften Informationen zurückzuführen sind.

Zurück